St. Vincent und die Grenadinen

Geschichte

1498

Christoph Kolumbus erreichte am St. Vincenttag die Insel St. Vincent. Damals bewohnten Arawaks, ein Indio-Stamm, die Insel. Die Indios nannten sie Hairoun. Das bedeutet "Heimat der Gesegneten".

16.Jahrh.

Anbau von Zuckerrohr in der Karibik. Der Großteil der Arbeit wurde von "schwarzen" Sklaven aus Afrika gemacht.

1635

Sklavenschiff läuft vor der Insel auf Grund. Aus den Überlebenden und den Ureinwohnern wurden die "schwarzen" Kariben.

Anfang 1700

England und Frankreich beanspruchen die Insel. In den nächsten Jahrzehnten wechselt die Herrschaft über die Insel zwischen den beiden Königreichen.

1783

Frankreich tritt St. Vincent an Großbritannien ab. 

1793

William Bligh brachte, um die Insel zu ernähren, die Brotfrucht nach St.Vincent, weil die Bevölkerung durch die "Schwarzen" immer mehr anwuchs.

1976

Offizielle Unabhängigkeit von St. Vincent und den Grenadinen, Staatsoberhaupt ist die britische Königin Elisabeth II.

(bearbeitet von Thomas)

 

Die Fußballnationalmannschaft von St. Vincent & den Grenadinen

Fußballweltmeisterschaft:

1930 - 1990: nicht teilgenommen

1994 - 2010: nicht qualifiziert

CONCACAF Gold-Cup:

1991 - 1993: nicht qualifiziert

1996: Vorrunde ausgeschieden

1998 - 2002: nicht qualifiziert

2003: nicht teilgenommen

2005 - 2007: nicht qualifiziert

Erstes Länderspiel:

St. Vincent & die Grenadinen - Grenada 0:2 (Bridgetown, Barbados, 2. Juli 1989)

Höchster Sieg:

Montserrat - St. Vincent & die Grenadinen 0:11 (Montserrat, 7. Mai 1995)

Höchste Niederlage:

Mexiko - St. Vincent & die Grenadinen 11:0 (Mexiko-City, Mexiko, 6.Dezember)

Verband:

Fußball Federation

Trainer:

John Stewart Hall

Rekordtorschütze:

Shandel Samuel (16 Tore)

Rekordspieler:

Melwin Andrews (144 Spiele)

Heimatstadion:

Arnos Wale Stadium

FIFA Code:

VIN

FIFA - Rang:

143 (Stand aus Oktober 2009)

(bearbeitet von Dominik)

 

Die Geografie von Saint-Vincent und die Grenadinen

Pflanzenwelt

  • dichte Regenwälder, ganzjährig grün
  • klare Gewässer, üppige Vegetation (ausreichend vorhanden)
  • artenreiche Pflanzenwelt, z. Bsp.: Bananenpalmen, Pfeilwurz, Orchideen, Würge- feigen, Kannenpflanzen und Bromelien

Tierwelt

  • artenreiche Tierwelt
  • viele Tiere, z. Bsp.: Saint-Vincent Papagei, Königsamazone, Kolibris, Affen, Spinnen, Faultiere und Schlangen

Klima

  • tropisches Klima
  • 1. Trockenzeit: Januar bis Mai
  • 2. Regenzeit: Juni bis Dezember
  • Jahresdurchschnittstemperatur: 24 ° C
  • Niederschlag:
    • Küsten: 1520 mm - 2030 mm pro Jahr
    • Berge: 3810 mm pro Jahr - mit Hurikanen muss man vor allem im September und Oktober rechnen

geografische Lage

  • Karibik zwischen Saint Lucia und Grenada
  • gehört zu den Windward - Inseln, kleine Antillen

Relief

  • Gebirgszug durchzieht Saint - Vincent und die Grenadinen
  • zahlreiche Flüsse im Gebirge
  • höchste Erhebung: Vulkan, Soufrière :1234 m
  • im Westen steile Felsküsten
  • schöne Sandstrände

(bearbeitet von Wiebke)

Steckbrief: St. Vincent und die Grenadinen

Fläche: 389km²

Bevölkerung: 117.200 EW

Bevölkerungsdichte im Vergleich:

St. Vincent: 342 EW/ km²
Deutschland: 233 EW/ km²
Sachsen: 231 EW/ km²

Bevölkerungsgruppen: Schwarze: 74%, Mulatten: 19%, Weiße: 3%, Inder: 2%

Hauptstadt: Kingstown

Politik:

  • Staatsform: Parlamentarische Monarchie
  • Staatsoberhaupt: Königin Elizabeth II,
  • vertreten durch den einheimischen Generalgouverneur: Sir Frederick Ballantyne (seit 2002)
  • Regierungschef: Ralph Gonsalves (seit 2001)
  • Amtssprache: Englisch

Religion: ca. 80% davon: 42%: Anglikaner, 21%: Methodisten, 12%: Katholiken, 14%: Mischlinge

Zeitzonen im Vergleich zur MEZ: MEZ-5h

KFZ-Kennzeichen: WV

Nationalfeiertage: Jan.: Blues Fest, Apr.: Gospel Fest, Dez.: Nine Mornings Festival

Tradition:

  • Essen: zahlreiche Fischspezalitäten
  • Trinken: Bier, Rum und Fruchtsäfte
  • Sitten: Taxifahrer erwarten kein Trinkgeld. Man läuft in Freizeit- und Badekleidung rum.

Währung: 1 Ostkaribischer Doller = 100 Cent

(bearbeitet von Lukas)

 

Das Leben der Kinder und Jugendlichen auf Saint Vincent

Auf St. Vincent herrscht Schulpflicht. Die Alphabetisierungsrate liegt bei 96%. Eine medizinische Grundversorgung erhalten 81% der Bevölkerung.

Leben auf dem Land

Viele Familien leben von der Landwirtschaft. Die Arbeit auf der Bananenplantage ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Sie wird vorwiegend von kleinen Subsistenzbetrieben auf den niedrigen Berghängen oder Terrassen betrieben. Außerdem werden Papier und Pfeilwurz, ein Grundstoff für Medikamente, exportiert. Auf dem Land leben die Familien nach karibischer Tradition in bunt bemalten kleinen Häusern und Hütten.

Viele Kinder müssen am Nachmittag, nach der Schule ihren Eltern bei der Arbeit auf den kleinen häuslichen Feldern helfen. So lernen sie oft unter harten Bedingungen. Sie haben wenig Zeit für Hausaufgaben. Es gibt zu wenig Lehrkräfte, die den Kindern umfassendes Wissen vermitteln können.

Die häufigsten Kinderspiele sind: Fußball, Domino, Drachensteigen (durch ständige Winde begünstigt) und das traditionelle Bohnenspiel.

Das traditionelle Essen besteht aus Hähnchen mit Reis und Bohnen und Weißbrot. Es gibt alle Arten von tropischem Obst, z.B. Bananen, Mango, Ananas, Granatapfel. So werden jeden Tag Obst, Gemüse und viele Gewürze auf dem Markt frisch angeboten.

Leben in der Stadt

Das Leben in der Stadt erfolgt zunehmend nach westlichem Muster. 75% der Bevölkerung sind wirtschaftlich arm. Am Rande der Hauptstadt Kingstown leben deshalb manche Familien unter einfachen Bedingungen. Die Hütten haben oft keinen Strom und es fehlt fließendes Wasser. Es gibt zu wenig Platz für große Familien. Die älteren Kinder kümmern sich um ihre kleineren Geschwister und helfen im Haushalt mit.

Eltern haben bedingt durch ihre Not oft Alkohol-und Drogenprobleme. So verlassen viele Jugendliche aus Hoffnungslosigkeit und Armut ihre Familien. Hilfsorganisationen, z.B. „arche noVa“ kümmern sich um diese Straßenkinder. Hier finden die Kinder ein neues Zuhause. Es gibt geregelte Mahlzeiten. Es wird regelmäßig gelernt und es gibt viele sinnvolle Beschäftigungen, die auf ein gewaltfreies Leben vorbereiten. Fußball ist die beliebteste Freizeitaktivität. In Fußballvereinen lernen die Kinder Toleranz, Fairness, Respekt und Teamgeist untereinander.

Auf der Hauptinsel Saint Vincent haben die Jugendlichen eine minimale Chance auf Arbeit. Es fehlt zunehmend die verarbeitende Industrie. Obwohl Kinderarbeit illegal ist, findet sie mitunter in den wenigen Fabriken der Textil- und Sportindustrie statt. Oft findet man nur Arbeit im Dienstleistungsbereich und im Tourismus. Die nördlichen Grenadinen sind Koralleninseln. Exklusive Yachten und Kreuzfahrtschiffe kommen im Hafen an. Im Hafengelände finden Kinder einen Zusatzjob, z.B. als Schuhputzer, mitunter gibt es leider auch die Kinderprostitution. So wandern häufig junge Menschen ab. Ziel ist oftmals die USA.

Hoffnung für St. Vincent ist die Ansiedelung eines kleinen Offshore-Finanzmarktes mit internationalen Richtlinien.

Der Tourismus nimmt an Bedeutung zu, wobei die Besucher vor allem vom sauberen und klaren Wasser als Tauchparadies rings um die Grenadinen angezogen werden.

Ann-Kristin Frenzel

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