Inhalte

Der Französischunterricht ist im Vergleich zu dem in der vertieft sprachlichen Ausbildung stärker literaturorientiert.

Die Vermittlung der Sprache (Wortschatz, Grammatik) tritt bereits in Klasse 10 in den Hintergrund. Im Mittelpunkt steht die französische und französischsprachige Gegenwartsliteratur. Durch die Arbeit an Ganzschriften und Textauszügen erschließen sich die Schülerinnen und Schüler diesen Bereich der frankophonen Realität in ihrer ganzen Breite und werden an die Methoden und Verfahren der Textanalyse herangeführt.

Die in der Jahrgangsstufe  10 begonnene Arbeit erfährt im Leistungskurs Französisch / AbiBac in den Jahrgangsstufen 11 und 12 ihre Fortsetzung. An ausgewählten Werken der französischen Literatur des 17. bis 20. Jahrhunderts erweitern und vervollkommnen die Schülerinnen und Schüler ihre Texterschließungs- und Textanalysekompetenzen.

In den Sachfächern Geografie und Geschichte verwenden die Schülerinnen und Schüler - anknüpfend an den bilingualen Sachfachunterricht der Klassenstufen 7-9 - die Fremdsprache Französisch als Arbeitssprache.

Im Fach Geografie wird der Lehrplan für das sächsische Gymnasium abgearbeitet, im Fach Geschichte wird nach einem gesonderten Lehrplan gearbeitet, der sich jedoch in seinen Kernbereichen am Lehrplan für das sächsische Gymnasium orientiert.

Schwerpunkt der Arbeit in Geographie und Geschichte ist der interkulturelle Vergleich. Die Inhalte der beiden Fächer können also nicht deckungsgleich sein mit denen des muttersprachlichen Sachfachunterrichts, es geht aber andererseits auch nicht darum, den Unterricht „histoire-géo“ der französischen Gymnasien in die Klassenzimmer zu importieren.

Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten neben dem muttersprachlichen auch den französischen Fachwortschatz und untersuchen dessen Kulturkomponente, z.B. deutsch: Völkerwanderung / französisch: invasions barbares.

Durch den Einsatz authentischer fremdsprachlicher Materialien und Quellen erhält die französische Perspektive sowie das Thema der Beziehungen Deutschlands zu seinem Nachbarn in Europa eine besondere Bedeutung, ohne dass die Eingebundenheit Europas in weltweite Strukturen und Prozesse vernachlässigt würde.