„Schule der Toleranz – tolerante Schule“ – unser Reclam-Gymnasium

Dieses Jahr war es zum achten Mal soweit: der Titel „Schule der Toleranz“ wurde vom Kriminalpräventiven Rat der Stadt Leipzig an sechs von elf Schulen vergeben.

Unser Gymnasium kann sich nun seit dem 20. Juni 2013 „Schule der Toleranz“ nennen.

Hart erkämpft wurde der Titel von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Austauschs nach Israel 2012/13.

Wir alle wissen um die kritische Situation des Landes und die damit verbundenen Gefahren. Diese außergewöhnliche Situation schweißte die Schülerinnen und Schüler auf eine neue, bisher ungekannte Weise, zusammen. Freundschaften entstanden, die das Potential besitzen, ein Leben lang zu halten.

Das äußerst sensible Thema „Minderheiten“ zeigte viele Differenzen, doch noch mehr Gemeinsamkeiten unserer beiden Länder und Kulturen auf. Es ermöglichte den Teilnehmern einen neuen und einzigartigen Blick auf das jeweils andere Land und stellte damit eine Verbundenheit her, die selbst die Juroren tief bewegte. Denn neben all den schönen und vielseitigen Erlebnissen, die die Schüler gemeinsam erfahren haben, waren es auch die erschütternden Momente, die sich in das Gedächtnis aller einbrannten. So haben die Vertreter des Austauschs den Juroren auf emotionale und ergreifende Weise von den Bomben, welche fielen, und dem Umstand, dass der Lehrer der Israelis plötzlich eingezogen wurde, berichtet.

Diese Erfahrungen, Erinnerungen, Erlebnisse und Freundschaften wurden von den Juroren gewürdigt, indem sie unserem Gymnasium den Titel, und damit verbunden einen Scheck im Wert von 500€, verliehen.
Des Weiteren wurden die Lessingschule, die Ernst-Zinna-Schule, die Freie Schule Leipzig,
die 20. Mittelschule und das Berufsschulzentrum 12 „Robert Blum“ für ihre Projekte mit dem Titel belohnt.
Vier weitere Schulen erhielten eine Würdigung und das Offene Freizeitzentrum Arena einen Sonderpreis.
Die Freude war groß und die Laudatoren haben alle Projekte sehr überzeugend gewürdigt und damit auch die Vertreter der Sponsoren in ihren Absichten bestätigt.
Dennoch geht es bei diesem Wettbewerb weniger um Titel, Auszeichnungen und Platzierungen, als viel mehr um den Gedanken der Demokratie, der Toleranz und das harmonische, zwischenmenschliche Miteinander.

Uns ist es gelungen, diesen Grundgedanken umzusetzen und das gewonnene Geld wird vorwiegend dazu genutzt werden, auch künftig Austausche mit dem wundervollen Land Israel möglich zu machen.

Franziska Schulze, Klasse 12