Chemie - die stimmt!
Auch in diesem Schuljahr nahmen wieder Schüler unseres Gymnasiums an der Chemieolympiade „Chemie – die stimmt“ teil. Dazu gab es während des ersten Schulhalbjahres eine Hausaufgabenrunde zu erledigen. Vorrangig Schüler des naturwissenschaftlichen Profils unseres Gymnasiums haben die Aufgaben dieser ersten Runde versucht zu lösen. In der Jahrgangsstufe 8 waren das 20 Schüler. In der Jahrgangsstufe 10 haben zwei Schülerinnen teilgenommen.
Paul Genest aus der Jahrgangsstufe 8 und Emily Ritschel aus der Jahrgangsstufe 10 (sie lernt in einer bilingualen Klasse) haben sich dann für die zweite Runde der Chemieolympiade qualifizieren können. Beide Schüler hatten weit mehr als 70% der geforderten Punkte erreicht.
Insgesamt haben sich in Sachsen 843 Schüler aus 55 Schulen an der ersten Runde der Chemieolympiade „Chemie – die stimmt“ beteiligt, dabei 206 aus den 10. Klassen und 278 aus den 9. Klassen. Maximal 30 Schüler jeder Jahrgangsstufe wurden dann zur zweiten Runde eingeladen.
Am Mittwoch, den 27. Februar 2013, war es dann soweit. Paul und Emily sind mit der Chemielehrerin Frau Baranski nach Dresden gefahren.
Schon am Bahnhof begegneten uns 20 Schüler mit Lehrern aus dem Ostwald- sowie aus dem Heisenberg-Gymnasium Leipzig, die ebenfalls als Chemie-Begeisterte zur zweiten Runde antreten durften.
Auf der Zugfahrt stiegen dann noch Chemie-Spezialisten aus der naturwissenschaftlichen Spezialschule Riesa in den Zug ein. Im gesamten Zugabteil wurden Chemiehefter ausgepackt und noch einmal gelernt.
Am Dresdner Hauptbahnhof angekommen, liefen wir auf geradem Wege zur Technischen Universität. Dort wurden wir bereits in einem großen Hörsaal erwartet. Alles war liebevoll vorbereitet. Schüler jeder Jahrgangsstufe 8-10 wurden durch verschiedene Schokoladentierchen jeweils auf einen Platz verwiesen. Nach ca. einer halben Stunde ging es los. Nach Jahrgangsstufen gestaffelt wurden unterschiedliche Aufgabenzettel verteilt. Jeder Schüler musste eine zweieinhalbstündige Klausur schreiben. Erlaubte Hilfsmittel: ein kleines Periodensystem und ein Taschenrechner.
Die Klausur war für alle Schüler anstrengend, die Aufgaben waren nicht einfach, manche Dinge musste man sich erschließen. Nach zweieinhalb Stunden wurden die Arbeiten bei den Lehrern abgegeben. Nun durfte jeder Schüler zum Mittagessen in die Mensa gehen, das Essen war echt lecker! In der Zwischenzeit machten sich die Begleitlehrer an die Arbeit: die Klausuren mussten sofort korrigiert werden.
Um 15:30 Uhr hörten die Schüler im Hörsaal einen interessanten Experimentalvortrag!
Und ab 16:45 Uhr gab es die Siegerehrung. Jeweils die drei Besten jeder Jahrgangsstufe haben sich dann für die dritte Runde der Chemieolympiade qualifiziert.
Diese dritte Runde wird an der Fachhochschule Merseburg stattfinden. Dort werden die besten Chemiker der drei Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ermittelt.
Paul und Emily belegten während der zweiten Runde gute mittlere Plätze. Die Teilnahme war entscheidend! Gut gemacht, ihr Beiden.
Glücklich und zufrieden sind wir alle nach Hause gekommen. Es war ein schöner und spannender Tag.
H.B.
März 2013
11CH1 2012 – Frau Baranski und ihr Leistungskurs
Der diesjährige Leistungskurs ist wieder eine Kooperation von zwei Schulen Leipzigs. Doch nicht wieder, wie gedacht, mit dem Humboldt Gymnasium, sondern mit dem Brockhaus Gymnasium. Fünf Schüler müssen wöchentlich zu uns pendeln um den Leistungskurs besuchen zu dürfen. Trotz der Schwierigkeiten mit dem Umzug des Reclam Gymnasiums, klappt dies ohne Probleme.
Dieses Jahr ist Frau Baranski – Lehrerin für Biologie und Chemie – unsere Chemielehrerin und lehrt uns vom Massenwirkungsgesetz bishin zu Redoxreaktionen oder Komplexverbindungen.
Das erste Jahr Leistungskurs Chemie war für uns alle sehr spannend. Für uns Reclam-Schüler war es neu, so viel und ausführlich zu experimentieren, denn das macht die Chemie eigentlich aus. Vorher gab es nur die trockene Theorie und manchmal ein paar LDE’s (Lehrer-Demonstrations-Experiment), da die Klasse zu groß war oder die Geräte nur vom Leistungskurs benutzt werden durften. Doch nun sind wir Leistungskurs Chemie. Wir haben titriert oder Redoxreaktionen durchgeführt und protokolliert. Ganz besonders war für uns die Kupferraffination, bei der wir sogar eine 2-Cent-Münze etwas auflösen konnten! Die Entdeckung dabei war, dass die Münzen natürlich nicht wie gedacht 100%-ig aus Kupfer bestehen, sondern dass das Kupfer auch nur ein dünner Überzug ist. Ein weiteres „Highlight“ war das aluminothermische Schweißverfahren. Dabei brachte man ein Stoffgemisch zum Brennen und man bekam pures Eisen als Reaktionsprodukt. Sehr spektakulär!
Im Großen und Ganzen erleben wir viel im Leistungskurs Chemie, auch wenn es ab und zu „Reclam versus Brockhaus“ heißt. Zum Schluss werden wir alle profitiert haben.
Vivian Gläß, Juni 2012
Experinat 2012
Ein naturwissenschaftlicher Wettbewerb ausgewählter Schüler aus dem Großraum Leipzig
Der naturwissenschaftliche Wettbewerb „Experinat“ wird jährlich organisiert von den Sadtwerken Leipzig. Er soll eine andere Form der Berufs- und Studieninformation für Schüler darstellen sowie die Freude und das Interesse für die Naturwissenschaften wecken und pflegen.
Am 21.03.2012 und am 02.04.2012 nahmen folgende Schüler unseres Gymnasiums an diesem naturwissenschaftlichen Experimentalwettbewerb ganztägig teil.
Jahrgangsstufe 10
Team: „Die Schlümpfe“
Max Striegler, Marie-Luisa Kaiser, Simon Reich, Rebecca Mücke, Philip Dönicke, Henriette Doktor
Team: „Magic Fingers“
Laura Rosenbaum, Viktor Ermakov, Laura Rademacher, Kenziro Böl, Armin Ramisch, Amélie Muntschick
Jahrgangsstufe 09
Team: „Die Megachemiker“
Felicitas Franz, Clara Johanna Matthias, Chau Do, Pelin Altay, Franziska Schützelt, Wieland Zweynert
Unter dem Motto: „Entdecke, was dahinter steckt!“ haben sich die oben genannten Schüler an diesem interessanten, abwechslungsreichen und gut organisierten Wettbewerb beteiligt. Es gab verschiedene Module zur Auswahl, an je zwei Modulen musste jeder Schüler des jeweiligen Teams teilnehmen. Die Schüler haben verschiedene Experimente in den verschiedenen naturwissenschaftlichen Disziplinen durchgeführt (daher auch die Bezeichnung „experinat“ für den Wettbewerb) und konnten so ihr Wissen, welches sie im Unterricht erworben haben, anwenden.
- Modul Chemie/Umwelt am Helmhotz Zentrum für Umweltforschung
- Modul Elektrotechnik an der HTWK Elektrotechnik
- Modul Biologie bei der InstaG GmbH
- Modul Physik/Technik im Ausbildungszentrum der Stadtwerke Leipzig
- Modul Informatik in der Hochschule für Telekommunikation
- Modul Optik bei Inspirata e.V.
Am Dienstag, den 8. Mai 2012, gab es nun dazu eine große Abschlussveranstaltung in Connewitz im Werk II. Neben einem bunten Rahmenprogramm mit Musik und Moderation fand die Preisverleihung der besten Naturwissenschaftler dieses Wettbewerbs statt.
Den zweiten Platz im Einzel errang Laura Rademacher aus der Klasse 10/2 unseres Gymnasiums!!!!
Laura Rosenbaum aus der Klasse 10/2 unseres Gymnasiums konnte an einem Wissenstest während der Abschlussveranstaltung teilnehmen und gewann mehrere Kino-Gutscheine!!!!
Herzlichen Glückwunsch den beiden Gewinnerinnen und Dank den Teilnehmern für ihr Engagement. Im nächsten Jahr wird es den Wettbewerb wieder geben und es wird dann wieder heißen: „Entdecke was dahinter steckt!“
H.B.
Die Chemiker am Reclam
Am Ende der Sekundarstufe I habe ich mich für den Chemie LK aus zwei Gründen entschlossen: 1. wollte ich schon damals in beruflicher Hinsicht eher in die Naturwissenschaft und 2. hatte ich bei chemischen Experimenten bisher immer Spaß gehabt.
So kam es also, dass ich mich am ersten Schultag in der 11. Klasse im Chemiekabinett zusammen mit Mitschülern des Reclam-Gymnasiums und einigen Schülern vom Humboldt-, Kant-, und Nikolai-Gymnasiums wieder fand. Unsere Lehrerin Frau Goecke hat es vom ersten Tag an geschafft, das in uns schlummernde Interesse für die theoretische und praktische Bewandtnis der Chemie, die exakte chemische Formulierung und Erklärung sowie die Neugier auf die zunächst staubig anmutenden Theorien (beispielsweise das abstrakte Orbitalmodell nach BOHR oder die verschiedenen Basiskonzepte der Chemie) anzuregen und zwei Jahre lang aufrecht zu erhalten. Doch auch andere Faktoren haben das sehr gute Lernklima und die daraus resultierenden guten Ergebnisse begünstigt.
Beispielsweise funktionierte die Kooperation zwischen den Schulen reibungslos, ferner waren auch individuelle, spontane Absprachen, z.B. im Bezug auf Beginn und Ende der Chemiestunde, unbürokratisch umsetzbar. Außerdem war der Kurs relativ klein, die Leistungsbereitschaft sehr hoch, die Wochenstundenanzahl im Vergleich zum Grundkurs mehr als doppelt so groß und die Förderung durch unsere Lehrerin ideal. Frau Goecke hat vielfältige Lehr- und Lernmethoden angewandt, wir konnten alle Medien (von unserem eigenen, sehr gut strukturierten Buch, über von Frau Goecke angefertigte Arbeitsblätter und gelegentliche Präsentationen mit Hilfe von Folien am Beamer oder am Polylux) nutzen und haben gelernt, mehrere Quellen zu vergleichen, um schlussendlich die korrekte Information zu finden. Zudem haben wir bei unseren zahlreichen, chemischen Experimenten wahlweise in Gruppen, zu zweit oder auch im Hinblick auf die Prüfungssituation alleine gearbeitet.
Diese Abwechslung wurde auch bei theoretischen Aufgaben, beispielsweise der Auswertung von Experimenten oder der Ausarbeitung von Kurzreferaten zu Teilgebieten eines großen Themengebiets, wie dem der Farbstoffe, etabliert. Hierbei hat es unsere Lehrerin nie versäumt, die gewonnenen Ergebnisse zu vergleichen und gegebenenfalls zu berichtigen.
In guter Erinnerung sind mir neben den spannenden Experimenten, der konzentrierten und gelegentlich humorvollen Lernatmosphäre und einigen kursinternen Ausflügen (z.B.: in das Deutsche Chemie-Museum nach Merseburg) die kontinuierliche Vorbereitung im Hinblick auf die Abiturprüfung geblieben. Jedes Themengebiet wurde von einer Klausur oder einer sonstigen Note, diversen Theorieeinheiten, Übungsaufgaben und Experimenten sowie einer A4 – Seite voller abiturähnlicher Prüfungsaufgaben zum frisch gelernten Stoff abgeschlossen. Zu Beginn hielt ich diese langfristige, sorgfältige Vorbereitung für übertrieben. Als jedoch die Prüfungen immer näher kamen, war ich sehr dankbar dafür.
Letztendlich habe ich diese zwei Jahre als eine Bereicherung empfunden und meine etwas unbeholfene Entscheidung am Ende der 10. Klasse nie bereut.
Magdalena Dressler
Leistungskurs 12 Chemie

Gedanken im Juni 2011
Gedanken im Juni 2011
Auch nach dem zweiten Jahr Chemie – Leistungskurs haben wir uns wieder eine Frage gestellt.
Was ist erinnerungswürdig? Für diese Frage muss jeder eine eigene Antwort finden. Hier niedergeschriebene Gedankenströme können bestenfalls als Hilfe dienen. Möglich, dass einige dem behandelten Stoff größere Bedeutung beimessen, andere wiederum an die durchgeführten Experimente zurückdenken und wieder andere durch bestimmte Ereignisse zu tieferer Weisheit gelangt sind.
Es haben sich in dem Kurs durchaus verschiedenartige Menschen zusammengefunden. Damit ist nicht bloß gemeint, dass die betroffenen Lernwilligen im Grunde verschiedene Bildungseinrichtungen besuchten. So verweise ich auf die erste Stunde, in der man sich vorstellen sollte. Die sehr unterschiedlich ausfallenden Antworten auf die Frage, weswegen man sich für das Fach Chemie als Leistungskurs entschieden hat, reichten vom Interesse am Fach bis hin zur Notlösung aufgrund des weggefallenen Biologie-Leistungskurses. Soviel zum ersten Eindruck.
Von den damals 17 Schülern sind letztlich 14 bis zum Schluss im Kurs verblieben. Die vorherrschende Atmosphäre dürfte man jedenfalls als positiv bezeichnen können. Dazu beigetragen hat nicht zuletzt, dass im Angesicht des gestiegenen Schwierigkeitsgrads der Lerninhalte im Vergleich zur Sekundarstufe I ein Zusammenschluss von unsereins im Interesse aller lag. Man bedenke die vielen Male, in denen Themen als Gruppenprojekte erarbeitet und vorgestellt werden mussten, bei denen Frau Goecke mit Bedacht das Los hat über die jeweiligen Gruppenmitglieder entscheiden lassen. Man besinne sich darauf, wie Frau Goecke unsereins mit Süßigkeiten versorgt hat, wenn geistige Anstrengungen bevorstanden.
Chemie wird deswegen immer mit der Reminiszenz daran verbunden bleiben, dass bei den verschiedensten Experimenten, die im Zuge der besagten 2 Jahre zu Stande kamen, nicht selten etwas zu Bruch ging, sowie dass man im Zuge dieser Experimente beispielsweise in Erfahrung gebracht hat, dass sich eine Säure-Base-Titration ohne Indikator als recht sinnfrei erweist…
Ungeachtet dessen, wie schwer oder mühselig das Fach auch zwischenzeitlich erschienen sein mag, letztendlich haben es alle geschafft, den schwierigen Kampf gegen die Abiturprüfung zu meistern.
Es erscheint daher angebracht, den Chemie-Leistungskurs wie auch Frau Goecke, welche uns tatkräftig unterstützt und erfolgreich bis zum Abitur geführt hat, sowie auch die Mitmenschen in positiver Erinnerung zu behalten. Wenngleich nun jeder seinen eigenen Weg gehen wird, heißt das nicht, dass damit auch jeglicher Kontakt abbrechen muss.
Um dieses Schriftstück genauso schmalzig zum Ende zu bringen, wie es begonnen hat, an dieser Stelle ein etwas längeres Zitat von Dietrich Bonhoeffer:
Je schöner und voller die Erinnerungen,
desto schwerer die Trennung.
Aber die Dankbarkeit verwandelt
die Qual der Erinnerung
in eine stille Freude.
Man trägt das vergangene Schöne
nicht mehr wie ein Stachel,
sondern wie ein kostbares Geschenk
in sich.
Es bleibt demnach nichts weiter zu sagen, dass die Leser ihre Zukunft so gestalten mögen, wie sie es beabsichtigen, dabei aber nicht die Vergangenheit vergessen und auch nicht den Fehler begehen, zu versuchen, in der Vergangenheit zu leben, sondern die richtigen Schlussfolgerungen ziehen mögen. Alles Gute! – Die Verfasser.
* Anm.: Namen geändert
LK Chemie 2010
Das Schuljahr geht zu Ende und wir, Hinz* und Kunz*, haben, stellvertretend für den Chemie-Leistungskurs 11, die Aufgabe erhalten, hierüber einige gehaltvolle Worte zu verlieren. Vielleicht sollte man an dieser Stelle anmerken, dass wir im Grunde keine Schüler des Reclam-Gymnasiums sind; stattdessen ziert ein anderer Name unsere Bildungseinrichtung.
Die Frage ist, wieso wir dennoch, allen Mühen und Strapazen zum Trotz, diesen endlosen Weg von unserer Schule zum Reclam auf uns nehmen und den Boden auf unseren Pilgerreisen mit Blut und Schweiß tränken... Einem jeden aufmerksamen Leser dürfte die Antwort leicht fallen: Wir, die wir hier unseren gedanklichen Ergüssen freien Lauf lassen, sind Freunde der Chemie - und als solche haben wir, als uns klar wurde, dass auf der eigenen Schule kein Chemie-Leistungskurs zustande kommt, darauf bestanden zum Zweck der Gründung eines Chemie-Leistungskurses dem Kreis der Reclam-Schüler beizutreten. So kam es letztendlich, dass sich Chemieinteressierte aus Neuer Nikolai-, Kant-, Humboldt- und Reclamschule zusammenfanden, um sich gegen die schriftliche Abiturprüfung Chemie zu wappnen.
Hat es sich gelohnt dem Kurs beizutreten?
Zweifelsfrei - und nicht nur das: Von allen Kursen hat sich dieser als angenehmster und interessantester herausgestellt. Neben der äußerst positiven Wirkung des Arbeitsklimas auf die Lerneinstellung, sind auch überwiegend gute Ergebnisse zu verzeichnen. Bedingt wurde dies durch die Mitarbeit von Schülerpersönlichkeiten und vor allem durch die didaktisch geschickte, schülerfreundliche Vermittlung von Lerninhalten seitens einer kompetenten Lehrerin. Besonders dieser Punkt dürfte ausschlaggebend für die Wahl eines Kurses sein, wenngleich ein nicht hinreichend zufriedenstellendes Schüler-Lehrer-Verhältnis (wie es oftmals an anderen Schulen der Fall ist) bekanntlich auf den Lernprozess unschöne Folgen zu haben vermag.
"Wie es das Schicksal wollte", beschrieb ein Schüler sinngemäß in der letzten Stunde, in der wir das Jahr haben Revue passieren lassen, war das bei uns nicht der Fall. Froh darüber die richtige Entscheidung getroffen zu haben, können wir den Chemie-Leistungskurs all jenen empfehlen, die das Bedürfnis verspüren, sich tiefergehende chemische Kenntnisse anzueignen, dadurch das eigene Wissensnetz auszubauen und sich unbekannter Zusammenhänge bewusst zu werden.
Angefangen mit Chemischen Bindungen (Orbitalmodell) haben wir uns zur qualitativen (Nachweisreaktionen) und quantitativen (Stöchiometrie) Analyse von Stoffen begeben, uns von dort aus zu Redox-Reaktionen und Reaktionskinetik gearbeitet, mit Gleichgewichtsreaktionen (wie Löslichkeits- und Säure/Base-Gleichgewichte) beschäftigt, uns in von Schülern gehaltenen Unterrichtsstunden die Komplexchemie zu Gemüte geführt und das Schuljahr mit der physikalischen Chemie (Thermodynamik) beendet.
Dem nächsten Schuljahr mit Zuversicht entgegensehend, können wir Chemie allen Unentschlossenen als gute, interessante Alternative zu Physik, Englisch und Co. nahelegen... Leistungskurs 11 (09/10) Anm.: *Namen geändert
Amir
"Chemie zum Anfassen"
Fächerverbindender Unterricht der Jahrgangsstufe 11
"Ermitteln Sie die Konzentration der Natronlauge." oder "Bestimmen Sie mittels Titration den Gehalt von Kalk in der Lösung." Dies sind die typischen Aufgaben, die ein Schüler erhält, wenn er Titrationen behandelt - ohne deutlichen Bezug zum alltäglichen Leben, was aber in der Schule schwer möglich wäre.
Aber genau dies war für die Schüler der 11. Klassen möglich, die während der FVU-Tage im naturwissenschaftlichen Bereich beschäftigt waren.
In der Fachhochschule Merseburg konnte man Titrationen an allerlei alltäglichen Stoffen wie Obstsaft, Cola oder Leitungswasser durchführen. Stationsweise war es möglich, verschiedene Konzentrationen bestimmter Stoffe durch Titrationen zu ermitteln, so z.B. den Kalkgehalt von Eierschalen, der Gesamtsäuregehalt vom Obstsaft oder den Wirkstoffgehalt im Bullrich Salz.
An jeder Station gab es eine übersichtliche, kurze, verständliche Einführung mit einem Theorie-Teil und einer genau festgelegten Durchführungsvorschrift, sodass die Schüler selbstständig und in "lockerer Atmosphäre" experimentieren konnten.
Mir persönlich hat es sehr viel Spaß gemacht die zahlreichen Experimente durchzuführen. So prägt sich die Theorie sofort ohne große Bemühung ein. Es war eine interessante Abwechslung zum normalen Schulunterricht und ich glaube, dass alle viele interessante Sachen über Lebensmittel entdecken konnten.
Qiao Luo, 11MA1
29.01.2010 Chemieexkursion in der Universität Leipzig
Am Freitag, dem 29. Januar, hatten wir, die Klasse 8.2, die Möglichkeit an einem Experimentiervormittag an der Universität Leipzig teilzunehmen.
Die Experimente wurden entsprechend an verschiedenen Stationen ausgeführt & die Klasse wurde in Gruppen eingeteilt. Zur überprüfung unseres Lernzuwachses bekamen wir vor & nach den Experimenten einen Fragebogen, den wir auszufüllen hatten.
Die Experimente wurden zum Thema Säuren durchgeführt. Zu jeweils einer Station wurden eins bis zwei Experimente ausgeführt. Dazu erhielten wir Stationsaufgaben, die wir mithilfe der Experimente lösen sollten. Nachdem wir eine Station gelöst hatten, wurden uns Fragen dazu gestellt, um nachzuprüfen, ob wir den Lernstoff auch verstanden haben.
Zu jeder gelösten Station erhielten wir jeweils einen Chip. Uns stand immer eine Aufsichtsperson zur Verfügung, um Fragen zu stellen oder Hilfe zu bekommen wenn man etwas nicht verstand.
Im großen und ganzen war das ein sehr Lehrreicher Tag & wir würden einen solchen weiteren Experimentiervortrag gerne wiederholen.
Text: Sara Z. Bilder: Diana P.
Chemievorlesung in der Universität in der Johannesallee
Am 7. Oktober 2009 haben wir, die Klassen 8.4, 8.1 und 8.2, in der Universität in der Johannisallee eine Vorlesung zum Thema „Metalle und Redoxreaktionen“ besucht.
Geleitet wurde die Veranstaltung von Herrn Krautscheid mit Hilfe von Frau Altmann.
Mit vielen tollen Experimenten, welche man nicht in unserer Schule ausführen kann und darf, wurde uns ein Stück Chemie erklärt. Mit Explosionen, Feuern und anderen Reaktionen haben alle den neuen und alten Stoff demonstriert bekommen.
Besonders viel Applaus erntete Frau Haring, als auf ihrer Hand mit Spülwasser vermischtes Knallgas gezündet wurde.
Zum Schluss möchten wir noch Frau Haring und Frau Goecke danken, dass sie uns begleitet haben, und natürlich Herrn Prof. Dr. Krautscheid für die interessanten 60 Minuten im großen Hörsaal.
Franziska Wolfram, Leonie Hellgardt und Annika Krautscheid, 8.4
IChO Japan 2010
Stephanie Remke ist Schülerin des Leistungskurses Chemie Klasse 12 an unserem Gymnasium. Erfolgreich hat sie die erste Runde der Internationalen Chemieolympiade absolviert. Dafür hat sie die Aufgaben während und nach den Sommerferien 2009 gelöst. Ihre Lösungen hat sie eingereicht und zwar erfolgreich.
Sie hat einen kleinen Büchergutschein erhalten und die Aufgaben für die zweite Runde. Bis zum 4. Januar 2010 müssen nun diese Aufgaben gelöst werden. Für die zweite Runde der Chemieolympiade wünschen wir Stephanie viel Ausdauer und Freude. Die dritte Runde des Auswahlverfahrens findet im Februar 2010 in Göttingen statt.
In der Endrunde der Internationalen Chemieolympiade, die dann in Japan stattfindet, werden die besten Jungchemiker der teilnehmenden Länder ermittelt.
Herzlichen Glückwunsch, Stephanie!!!!
Chemie zum Anfassen
Ein Besuch im Schülerlabor der Hochschule (FH) Merseburg
Schon auf dem Weg zur Fachhochschule am 4.06.09 rätselten viele der Schüler, was genau uns denn im Schülerlabor Merseburg erwarten würde. Nach ungefähr einer Stunde Busfahrt und guten 20 Minuten Fußweg waren wir dann endlich da. Nur noch ein paar Treppen hoch und schon begann die Einführung in das heutige Thema: Die Titration.
Wie in einer Art Klassenzimmer klärte Frau Dr. Vogt uns dann kurz und präzise zusammengefasst über alle möglichen Gesetzmäßigkeiten, Gerätschaften der Titration auf. Nachdem sich fast alle mit einem Kittel bewaffnet hatten, war es die Aufgabe der Schüler nach einem einfachen Prinzip Zweierteams zu bilden: Ein Grundkurs – mit einem Leistungskursschüler. Die meisten Schüler waren dazu allerdings anfangs noch zu schüchtern, denn trotz der gemeinsamen Busfahrt kannten sich die Schüler der unterschiedlichen Kurse kaum, weshalb es am Ende doch zur Aufgabe der beiden Lehrerinnen wurde – und jeder einen Partner zugewiesen bekam.
Jetzt ging es auch schon los! Im Schülerlabor waren nun für uns allerhand Stationen aufgebaut: Iodometrische Bestimmung der gesamten Schwefligen Säure in Wein, Konduktrometrische und Potentiometrische Säure-Base-Titration, Aufnahme von Titrationskurven von Phosphorsäuren und viele weitere – deren Namen man wahrscheinlich ebenfalls zweimal lesen musste.
In einem regen Treiben begannen wir nun die verschiedensten Stationen zu durchlaufen, gespannt darauf, welche Ergebnisse sich feststellen lassen würden. Eifrig wurden Chemikalien mit Pipetten, Messzylindern oder Spritzflaschen in den Erlenmeyerkolben gegeben, konzentriert wurde der Hahn der Büretten auf und zugedreht, während der Partner aufmerksam zusah, die Ergebnisse notierte – natürlich wurde auch mal getauscht. Und das beste daran: Jeder von uns konnte die Zeit intensiv nutzen, denn jedes der Experimente war schon aufgebaut und musste auch nicht von uns wieder abgebaut werden.
Während wir ungefähr 2 Stunden mit den Experimenten beschäftigt waren – schauten uns die Mitarbeiterinnen des Schülerlabors Merseburg immer wieder streng über die Schulter, gaben Tipps und waren stets da, wenn wir Hilfe brauchten oder Fragen hatten. Zwischen durch blitzte es auch – Das war Frau Baranski, welche unseren Ausflug mit der Kamera fleißig festhielt.
Mir persönlich hat die Exkursion nach Merseburg wirklich gut gefallen, vor allem da ich neue Geräte und Chemikalien kennen lernen durfte, die ich vorher noch nicht kannte – und auch das selbstständige Arbeiten ohne Versuche auf- und abzubauen hat mir sehr viel Spaß gemacht. Trotz des langes Weges sollte man auf jeden Fall mal im Schülerlabor Merseburg gewesen sein um zu erfahren, was es bedeutet – „Chemie zum Anfassen“.
Vielen Dank an Frau Baranski und Frau Goecke, die uns dorthin begleitet haben!
Katrin Müller
Kunststoffe sind Klasse!
Natürlich fragen sich viele: Wie kann man Chemiestunden so gestalten, dass es Spaß macht zuzuhören? Geht das überhaupt?
Es geht, einen solchen Unterrichtsgang unternahmen die Klassen der zehnten und elften Jahrgangsstufe des Anton-Philipp-Reclam-Gymnasiums am Donnerstag, den 26.Februar 2009.
Die Vorstellung begann um etwa 11 Uhr in der Sektion Chemie, der Universität Leipzig. Herr Dr. Gerhard Heywang stellte uns in seiner Vorlesung, die ca. 1,5 Stunden dauerte, verschiedene Kunststoffe vor. Er erklärte kurz ihren Aufbau, erwähnte spezielle Eigenschaften, die sich daraus ergaben, nannte die wichtigsten Anwendungsbereiche und die Vorteile, die die Anwendung der Kunststoffe mit sich bringt.
Dabei führte er viele interessante Experimente durch, die manchmal auch unerwartete Ergebnisse lieferten (zumindest für die Zuhörer). Zudem ermöglichte er einigen Schülern die aktive Teilnahme an seinen Versuchen. Für ihre Aktivität wurden die Schüler auch belohnt.
Dr. Heywang lockerte seinen Vortrag mit witzigen Kommentaren auf und machte die Vorlesung zu einem unterhaltsamen, aber auch informativen Ereignis.
Meiner Meinung nach war es eine gelungene, interessante und abwechslungsreiche Vorstellung, die ich sehr genossen habe. Ich kann mir vorstellen, dass auch manche „Chemiemuffel“ ihr Interesse an Chemie entdeckt haben.
Quiao Luo, Klasse 10.2
Reclam- Gymnasium arbeitet mit dem Verband der chemischen Industrie zusammen
Fonds der chemischen Industrie
Der Fonds der chemischen Industrie gehört zum Verband der chemischen Industrie e.V. und hat zum Anliegen, den experimentellen Chemieunterricht zu fördern. Das Anton-Philipp-Reclam-Gymnasium profitiert schon seit mehreren Jahren von dieser Unterrichtsförderung. Viele Geräte und Chemikalien konnten durch diesen Fonds angeschafft werden.
Nicht nur Verbrauchschemikalien, sondern auch Geräte, wie Büretten und Magnetrührer, Waagen und andere Messgeräte können nun im Chemieunterricht eingesetzt werden.
Seit diesem Schuljahr gibt es wieder einen Chemie-Leistungskurs am Reclam
Nach der neuen Oberstufenverordnung besteht die "verpflichtende Belegung von Biologie, Chemie und Physik. Diese wird durch die Möglichkeit der Vertiefung im Fach Physik sowie an ausgewählten Schulen im Fach Chemie als Leistungskurs erweitert."
Am Reclam büffeln Schüler aus dem Kant-Gymnasium und dem Reclamgymnasium gemeinsam Chemie.
Einhellig sagten alle Schüler an ihrem ersten Unterrichtstag, dass sie den Kurs aus Interesse und Freude gewählt hätten. Einige möchten auch in einer naturwissenschaftlichen Richtung studieren.
Chemisches Gleichgewicht, Protonenübergänge, Farbstoffchemie und Elektrochemie, das liegt noch alles vor uns - packen wir es gemeinsam an.

- Bilder aus dem Chemie-LK
Anton-Philipp-Reclam-Schule, Gymnasium der Stadt Leipzig,
Gymnasium des Deutsch-Französischen Bildungszentrums (DFBZ)
im Interim: Haus A: Löbauer Str. 46 04347 Leipzig / Haus B: Anhalterstr. 1 04129 Leipzig
Telefon 0341 22 45 79 0 Fax 0341 22 45 79 24 (Löbauer Str. 46)
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