Bildungsreise nach Nordkamerun zum Volk der Mafa

Das Volk der Mafa zählt cirka eine Viertel Million Menschen. Sie haben ihre eigene Sprache und ihre Lebensweise wird vom Wechsel der Trocken- und Regenzeit seit Jahrhunderten bestimmt. Die Familien bewohnen mit ihren durchschnittlich acht Kindern ein Gehöft aus einer um zwei Innenhöfe angeordneten Reihe von Rundhäusern.
Während der Regenzeit werden auf terrassierten Feldern vor allem Hirse, Sesam und Erderbsen angebaut. Entlang der Gehöfte ranken sich Kürbispflanzen.
In der Trockenzeit laufen Ziegen und Kühe über die Felder. Hühner spazieren über die Gehöftvorhöfe.
Der Reichtum der Mafa wird traditionell an Ziegen, Lebensmittelvorräten und Nachwuchs gezählt. Sie leben im Jahresrhythmus von Aussaat und Ernte. Diese Subsistenzwirtschaft lässt die Familien überleben. Die Sonne ist als natürliche Lichtquelle dominant, die nach dem Einbruch der Nacht von der Petroleumlampe ersetzt wird.
Die Frauen, Männer und Kinder schlafen auf Strohmatten vom Erdboden getrennt. Zum Essen sitzen sie auf Steinen. Das Fahrrad und das Moped sind die wichtigsten Fortbewegungsmittel.

Wir haben uns auf die Reise in die Mandaraberge begeben, um diesem Volk, das ein bodenständiges Leben führt, zu begegnen. Die Globalisierung hat diesen Landstrich bis jetzt kaum berührt. Das einzige sichtbare Zeichen, das auf das Eindringen einer anderen Welt hinweist, sind die Handys der Jugendlichen. Also doch eine Gesellschaft im Umbruch?
Mit genau dieser Frage beschäftigten wir uns während unseres Aufenthaltes in Gouzda Anfang Februar. Wir hatten die Gelegenheit, einige Tage im Land der Mafa zu verbringen und vor allem das Glück, mit den Menschen leben zu können.

Wir liefen durch die Berge nach M´Lay, um unsere Kollegen und ihre Schüler zu treffen. Die Reclam-Schule unterstützt die Grundschule dieses Dorfes seit drei Jahren. So konnten wir dem Schulleiter, Daniel Paolaï, den Erlös des diesjährigen Afrika-Cafés vom Tag der offenen Tür übergeben. Davon kauften wir gemeinsam einen Schrank, Notfallmedikamente, Bücher und Bälle.
In der Grundschule von M´Lay lernen 600 Kinder auf engstem Raum. Es gibt zwei geschlossene Gebäude mit je einem Unterrichtsraum. Der dritte Raum besteht aus einem mit Hirsestroh bedeckten Dach. Somit ist er in der Regenzeit nicht nutzbar und der Unterricht muss verkürzt werden oder ausfallen. Deshalb wünschen sich alle, auf dem großen Schulgelände ein drittes, geschlossenes Unterrichtsgebäude zu errichten. Die finanziellen Grundlagen für dieses Bauvorhaben sind gelegt: 50% des Geldes, das die Jahrgangsstufe 7 unseres Gymnasiums im Rahmen des Sozialen Tages mit Hilfe der Vereinigung „Aktion Tagwerk e.V.“ erwirtschaftet hat, steht zur Realisierung des Bauvorhabens zur Verfügung.

Wir rufen hiermit alle Schüler der derzeitigen 7. Klassen zu einer erneuten Aktion im Juni 2013 auf. Vielleicht können die Grundschüler der Schule in M´Lay noch in diesem Jahr unter besseren Bedingungen lernen.

Tage später liefen wir in die andere Richtung, um erneut Kollegen und Schüler zu treffen:
Dieses Mal im Lycée von Gouzda, einer der Schulen, die den Grundschülern aus M´Lay die Fortführung ihrer Bildung ermöglicht. Hier war unser wichtigstes Vorhaben die Etablierung von Brieffreundschaften. Unsere Schüler hatten erste Briefe geschrieben, die wir übergaben. Die ersten Antworten sind inzwischen eingetroffen. Wir freuen uns auf die Fortsetzung dieser Partnerschaft.

Wir verließen die Mandaraberge mit unvergesslichen Bildern und wissen eine Teilantwort auf unsere Frage: Schulbildung gehört mit Sicherheit zu den positiven Aspekten des begonnenen Umbruchs.

Ulrike Geßner und Birgit Jentzsch

Lehrerinnen für Geographie und Französisch der Reclam-Schule, 16.03.2013

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GeoCaching-Exkursion zum Zwenkauer See

Am 25.06.2012 unternahmen wir – die Klasse 10.2 – mit Herrn Müller und Herrn Klemm eine GeoCaching-Exkursion zum Zwenkauer See.

Am Morgen trafen wir uns mit unserem Geographielehrer am Connewitzer Kreuz, um mit der Buslinie 100 zum See zu fahren. Zuvor mussten wir bereits im Rahmen des Geographieunterrichts Aufgaben zum Zwenkauer See lösen, um Vorkenntnisse zu bekommen. Herr Müller kam sportlich auf dem Rad. Als wir alle vollständig waren, wurden wir in 2 Gruppen geteilt und bekamen Aufgaben, die wir während des Laufens am Zwenkauer Sees zu lösen hatten.

Die Aufgaben waren sehr mathematisch gestaltet, die Antworten wurden Feldern in einem großen Sudoku zugeordnet, welches am Ende zu lösen war. Die Lösungen führten uns jeweils zum nächsten Orientierungspunkt. Also marschierten wir mit einem Kompass in der Hand und aufmerksamen Blick am See entlang, um auch ja nicht „die bunten Pfeiler“oder die „Strandkörbe auf der rechten Seite“ zu übersehen. Ab und zu benötigten wir trotzdem die Hilfe unserer Lehrer um nicht am Ziel vorbeizuschießen.

Besonders motiviert wurden wir durch Herr Müllers Aussage, die Gewinner würden eine Menge Schokolade bekommen. So lösten wir die gestellten Aufgaben glorreich eine nach der anderen, bis wir am Ende an dem außergewöhnlich schönen Trianon (Bestandteil des ehemaligen Schlossparks von Eythra) ankamen. Dort setzten wir uns zusammen und füllten die restlichen Felder des Sudokus aus. Dieses lieferte uns die Koordinaten, an welchen der Gewinn versteckt war. Also sprinteten wir los, angetrieben durch den unbändigen Appetit auf Schokolade. Ein besonders eifriger Schüler entdeckte dann schließlich die Tüte, welche in einem hohlen Baumstamm versteckt war.

Wir alle haben uns dann genüsslich über die enthaltene Schokolade hergemacht und sind anschließend mit gut gefüllten Bäuchen den schönen Uferrundweg wieder zurück zur Bushaltestelle gelaufen. Erst auf dem Heimweg fing es dann an zu regnen, wir hatten also die gesamte Exkursion über Glück mit dem Wetter.

Wir alle waren uns einig, dass die Exkursion wirklich ein voller Erfolg war, was natürlich nicht nur dem „Gewinn“ zuzuschreiben ist. 

Franziska Krüger