Studium Generale - Förderung begabter Schüler

Ein Projekt zur Förderung besonders begabter Schüler der Klassen 9 und 10 ist im sogenannten Studium Generale zu sehen, das das Reclam- und das Kantgymnasium Leipzig gemeinsam mit jeweils vier Veranstaltungen pro Schuljahr durchführen. Hierzu werden jeweils ca. zehn bis fünfzehn Schüler von jeder Schule eingeladen, um eine Veranstaltung unter einem ganz bestimmten Thema zu besuchen und so eine ganz individuelle Förderung zu erhalten.

Im Schuljahr 2010/11 waren dies zum Beispiel der gemeinsame Besuch der da Vinci – Ausstellung in Leisnig, der das Studium Generale eröffnete. Im November 2010 besuchten die Jungen und Mädchen das Zeitgeschichtliche Forum und arbeiteten in Kleingruppen vertiefend zum Thema deutsch-deutsche Grenzen. Im Dezember stand der Besuch des Max-Planck-Institutes für Neurowissenschaften Leipzig zum Thema „Auditorische Wahrnehmung und Musikverarbeitung im menschlichen Gehirn“ auf dem Programm. Außerdem besuchten wir im März 2011  eine Vorlesung von Professor Dr. Rudersdorf an der Universität Leipzig zum Thema Geschichte der Neuzeit.

Im Schuljahr 2011/12 fand am 23. November 2011 vormittags eine Autorenlesung mit dem Science-Fiction-Schriftsteller Dr. Karsten Kruschel statt, bei der auch eigene Konzeptionen fantastischer Welten vorgestellt wurden. Abends besuchten die Schüler mit zwei Steuergruppenmitgliedern und Herrn Dr. Kruschel eine Vorlesung zum Thema „Zeitreisen“ in der Universität Leipzig, die im Rahmen des Studium Universale dieser Einrichtung stattfand.

Weitere Veranstaltungen unseres Studium Generale werden ein künstlerisches Projekt in Begleitung mehrerer Fachlehrer des Faches Kunsterziehung beider teilnehmenden Schulen sowie ein naturwissenschaftliches als auch ein fremdsprachliches Projekt in diesem Schuljahr sein.

 

Ein Besuch am Max-Planck-Institut

Am 14.Dezember 2015 haben einige Schüler aus den 9. und 10. Klassen unserer Schule eine Veranstaltung Studium Generale im Max-Planck-Institut (MPI) besuchen dürfen. An diesem Treffen haben ebenfalls Schüler aus dem Evangelischen Schulzentrum und dem Kantgymnasium zu Leipzig teilgenommen. Wir haben uns am Montagmorgen mit den zuständigen Lehrern getroffen, um dann zusammen in einen großen Hörsaal im Gebäude zu gehen. Der erste Vortrag gab eine kurze und kompakte Einführung zu den Zielen des MPI’s. Im Anschluss wurden wir zur „Magnetresonanztomografie“ informiert. Im Anschluss wurden unsere Fragen beantwortet. Nach einer kurzen Pause schloss sich ein sehr interessanter Vortrag über das „Tagträumen“ an - welches wir vermutlich alle kennen. Unser Mittagessen bekamen wir in der Mensa des Institutes. Anschließend gab es für uns eine Führung durch das Institutsgebäude. Die Veranstaltung endete mit einem Animationsfilm, der uns den Aufbau und die Funktion des menschlichen Gehirns und der Synapsen näher gebracht hat. Während der Vorträge konnten wir selbstverständlich Fragen stellen und uns nach Vorgängen und Funktionsweisen der benutzten Geräte erkundigen. Wir fanden den Tag sehr spannend und die Themen, über die wir mehr erfahren haben, waren sehr interessant.

Martha Sophie Cremer

"Illustration and more"

Alles begann, indem sich 10 Schüler unserer Schule und einige Kantgymnasiasten aufgeregt vor dem Haupteingang des Kantgymnasiums trafen und erwartungsvoll den geschlossenen Toren entgegenblickten. Freundlich wurden wir von der zuständigen Lehrerin abgeholt und in den Kunstraum geführt, wo wir schon von der temperamentvollen gebürtigen Amerikanerin Mrs. Glummie Riday erwartet wurden. Uns wurden diverse Details der Illustration nahegebracht, so zum Beispiel verschiedene Ausführungen eines Comics und unterschiedliche Zeichentechniken.

Trotz der Vorstellung in englischer Sprache war alles gut nachvollziehbar. Dann durften wir selbst kreativ werden und mit "ink and pen" ( Tusche und Feder ) unser Blatt verschönern. Im ersten Moment bekamen wir einen Schreck, als uns gesagt wurde: " So und jetzt macht ihr euer eigenes Comic". 'Uff' ,dachte sich jeder im Stillen, 'woher nehme ich eine Idee?!' Doch dann begann die Aufgabe klarer zu werden. " Yellow Submarine", "The Last Unicorn", " Blowin' in the Wind", " Bloody Sunday", etc.  sollten in einem Comic bildlich dargestellt werden.

Das Geschubse  um den scheinbar besten Liedtext aus einem großen Stapel begann. Einige hatten die Qual der Wahl und entschieden sich einfach für den erst besten Text, der ihnen in die Finger fiel. Die Köpfe rauchten und zur besseren Inspiration wurden wir von den Liedern beim Arbeiten begleitet. Nach drei Stunden, in denen wir unserer Fantasie freien Lauf gelassen hatten, kamen ganz gelungene Werke heraus, trotz der Schwierigkeiten, die Einige mit der Tusche hatten. Jeder interpretierte die Songs ganz in seinem Sinne und Können so dass es zu einzigartigen künstlerischen Meisterwerken kam.

Mit neuen Erfahrungen und Eindrücken gingen wir in unsere wohlverdiente Mittagspause. Alles in allem war es ein Erlebnis, fern vom üblichen Schulalltag, und wir hoffen, dass es den Reclamianern noch oft möglich gemacht wird am "Studium Generale" teilzunehmen.

© Luisa Mackrodt, Lea Bauer Klasse 9.2

Studium Generale am Max – Planck Institut für Neurowissenschaften am 17.12.2013

Am 17.12.2013 fand ein weiteres Mal ein Treffen interessierter Schüler statt, dieses Mal im Fachbereich Biologie. Um 9:30 Uhr wurden wir von der Organisatorin Antje Niven vom Max-Planck-Instituts begrüßt, in den Hörsaal geführt und hat uns das Institut vorgestellt. Eine halbe Stunde später begann der Vortrag von Herrn Wolfgang Prinz unter dem Titel "Subjektivität zwischen Natur und Kultur".

Im weiteren wurde das Thema Einfühlungsvermögen und die Frage, wie ein Magnetresonanztomograph funktioniert, von  Dr. Esther Kühn und Dr. Robert Trampel präsentiert. Für alle Anwesenden war es ein sehr informativer Tag.

Ein besonderer Dank geht an die Organisatorin Frau Dr.Nivel, unsere begleitende Fachlehrerin Frau Kreiß und den Förderverein für die Unterstützung dieses Projektes. Wir hoffen auf Fortführung.

Henriette Zimmeck, Antonia Berger, Antonia Glatzel

Studium Generale am Theater der jungen Welt

Pünktlich um 9 Uhr versammelten wir, 9 Schüler der Reclamgymnasiums und 11 Schüler des Kantgymnasiums, uns am 17. Mai 2013 vor dem Theater der Jungen Welt zum Studium Generale  des Fachbereichs Deutsch , an dem ein weiteres Mal interessierte Schüler zum Austausch mit- einander eingeladen wurden. Nach kurzen Kennenlern-Spielen zusammen mit einem Theaterpädagogen bearbeiteten wir in kleineren Gruppen einige Szenen aus dem Theaterstück  „Kasimir und Karoline“,  die wir in eigener Interpretation den anderen präsentierten und auswerteten.

Dieses Stück behandelt die Beziehung eines jungen Paares bis zur endgültigen Trennung der beiden. Gleichzeitig werden die Probleme unserer heutigen Gesellschaft auf groteske Art und Weise dargestellt, obwohl das Stück im frühen 20. Jahrhundert entstanden ist.  Dank einer sehr schrillen und reizüberflutenden Inszenierung konnte trotz kleiner Besetzung die laute Atmosphäre des Oktoberfestes, der Handlungsort, gut rübergebracht werden. In einer anschließenden Auswertung stellten wir fest, dass zwar die Meinungen der Schüler zu dem Stück weit auseinander gingen, die eigentliche Botschaft allerdings bei allen eindeutig angekommen war.

Alles in allem  handelte es sich um einen gelungenen, interessanten Tag,  der auf baldige Wiederholung hoffen lässt.

Besondere Dank geht an alle die an der Organisation dieses Kant-Reclam-Treffens beteiligt waren.

Henriette Zimmeck

Moderne Zeiten – Leipzig von der Industrialisierung bis zur Gegenwart

Am 31. Januar 2013 fand im Rahmen des Netzwerkes „Gifted“ (Förderung  besonders begabter Schüler durch individualisierte Lernangebote am Gymnasium) eine weitere Veranstaltung  „Studium Generale“ für Schüler der Klassenstufen 9 und 10 des Anton-Philipp-Reclam-Gymnasiums und des Immanuel-Kant-Gymnasiums statt.

Der Tag stand für alle Teilnehmenden unter dem Thema „Moderne Zeiten – Leipzig von der Industrialisierung bis zur Gegenwart“. Dazu wurden wir, 14 Schüler des Kant-Gymnasiums und 11 Schüler unserer Schule, in das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig im Alten Rathaus eingeladen.
Betreut wurde diese Veranstaltung durch Frau Handschel, eine unserer Geschichtslehrerinnen, und Frau Zöphel vom Immanuel-Kant-Gymnasium.
Nach einer kleinen Einführung durch die Museumspädagogin Frau Schaar  wurden wir in Gruppen von  je 5 Schülern, zusammengesetzt aus beiden Schulen, eingeteilt, und erhielten pro Gruppe ein Unterthema und eine entsprechende Aufgabe, die erarbeitet werden sollte. Jede dieser Aufgaben beinhaltete eine bestimmte Zeit, eine Person oder eine Gruppierung.

In meiner Gruppe hieß diese zum Beispiel: „Erarbeite einen Radiobeitrag, in welchem du Leipzig  zur Zeit der 20er Jahre einem Ortsfremden vorstellst.“.
Für das Thema einer jeden Gruppe gab es einen bestimmten Raum in der Ausstellung, der zur Informationsbeschaffung diente. Die Räume waren allesamt individuell gestaltet, beispielsweise in dem uns zugeteilten Zimmer war eine Art Eisenbahnschiene zu finden, über die ein Laken mit unzähligen Bildern, Texten und Geldscheinen der Inflation in Deutschland gespannt war.

Trotz der Individualität der Räume befand sich in jedem Ausstellungsraum als verbindendes Detail ein Kleidungsstück und ein Stuhl der entsprechenden Geschichtsepoche.

Wir hatten ca. eine und eine halbe Stunde Zeit für die Erarbeitung unseres Themas, allerdings auch um sich die gesamte Ausstellung etwas genauer anzusehen.
Nach einer kleinen Mittagspause wurden dann die Ergebnisse der Gruppenarbeiten in den jeweiligen Zimmern vorgestellt. Wir sahen verschiedene Interviews, eine Rede, eine Ratssitzung und vieles mehr. Alles in allem waren es spannende Vorträge mit vielen interessanten Informationen.
Nach den Präsentationen bekamen alle Schüler noch eine Kurzführung durch das Dachgeschoss, in dem Deutschland zur Kriegszeit gezeigt wurde.
Gegen 14.00 Uhr war das Ende des Projekttages und jeder machte sich auf den Heimweg.

Es war eine wirklich beeindruckende Ausstellung und ein sehr spannender und interessanter Tag mit vielen netten Menschen, welcher sich hoffentlich nächstes Jahr wiederholt.

Henriette Zimmeck

20. Januar 2013

Ein Einblick in die Forschung am Max-Planck-Institut Leipzig (MPI) – Zweiter Besuch im Rahmen des Studium generale

Am Dienstag, dem 11.12.2012, trafen sich Schüler der Klassen 8 bis 10 des Anton-Phillip-Reclam Gymnasiums und des Immanuel-Kant-Gymnasiums im Rahmen des Studium generale, um am Max-Planck-Institut für Kognitions-wissenschaften an fünf Vorlesungen teilzunehmen. Es ging um die Themen soziale Kognition und gemeinsame Aufmerksamkeit, Geheimnisse der Stimmerkennung, Magnetresonanztomographie (MRT)  und um kognitive Neurowissenschaften. Es war alles sehr interessant und verständlich erklärt, bis auf das Thema MRT.  Dies war ein sehr schwieriges Thema und wurde leider sehr kompliziert erklärt und war dehalb nur schwer verständlich.. Aber das meiste hat jeder verstanden, hat etwas neues Wissenswertes erfahren und einen Einblick in die Forschungsarbeit der Mitarbeiter des MPI gewonnen, so dass es ein sehr interessanter Tag für uns alle war.

Thorleif Moeck, Klasse 8.5

Studium generale Französisch

Am Freitag, den 23. März 2012 hatte eine Gruppe von Schülern des Reclam- und Kantgymnasiums die Chance, im Rahmen des „Studium generale“ dem Schulalltag zu entfliehen und in die Welt des französischen Comics einzutauchen.

Nach einer Führung durch die Räume des Instituts français Leipzig, besonders der Médiateque, mit mehr als 20000 Büchern, CDs, DVDs und Zeitungen, fanden wir uns mit Stapeln von französischen Comics wieder und beantworteten in mehreren Quiz Fragen zum Thema Comickultur in Frankreich. Wie hießen gleich die Autoren von „Astérix und Obelix“? Der Hund von „Tintin“ und das Pferd von „Lucky Luke“? Oh je, keine Ahnung. Umso glücklicher war ich, als wir selbst kreativ werden und die eben gelernten Vokabeln und onomatopées, die charakteristischen Lautmalereien des Comis, anwenden konnten. So verpasste jeder von uns einem Auszug eines „Titeuf“ Comis individuellen Text und Sprechblasen. Unter schallendem Gelächter versuchten sich einige daran, ihre Werke vorzustellen und die Geräusche originalgetreu nachzumachen.

Wir hatten am dem Tag alle viel Spaß und haben nebenbei mehr über Frankreich, die Franzosen und ihre „mode de vie“ gelernt.

(Und, dass Lucky Lukes Pferd „Jolie Jumper“ heißt, wird wohl niemand von uns wieder vergessen.)

Ein herzliches Dankeschön geht an die Organisatoren des Studium generale Herrn Dr. Schmidt, Frau Handschel und besonders Frau Jerke, die uns begleitete.

 

Constanze Wiedemann, 9.1

Besuch bei den Affen

Am 07.02.2012 haben je sechs Schüler des Reclam- und des Kantgymnasiums im Rahmen des Förderprogrammes von Schülern „Studium generale“ eine Exkursion in das Wolfgang-Köhler Primaten- Forschungszentrum im Leipziger Zoo durchgeführt.

Alle Schüler trafen sich gegen 10.00 Uhr vor dem Zoo am Tor G und wurden dann zum Forschungszentrum geführt.

Angekommen hörten wir als erstes einen sehr interessanten Vortrag über die Methoden und schon durchgeführte Studien im Bereich der Primatenforschung. Nach einer kurzen Pause bekamen wir eine Führung durch das Affenhaus des Bongolandes im Leipziger Zoo und erfuhren viel über die verschiedenen menschaffenarten. Danach konnten wir uns selbst als Forscher bzw. Beobachter beweisen. Denn wir beobachteten eine Stunde das Verhalten eines uns zugeteilten Affen des Bongolandes.

Die Aufgabe bestand darin, im Abstand von einer Minute aufzuschreiben, was der Affe gerade tat – ober gefressen, geschlafen, gespielt,…hat – und ob er überhaupt von unserer Beobachtungsposition zu sehen war. Später werteten wir diese Beobachtungsergebnisse aus und erstellten Diagramme aus den gesammelten Daten zum Verhalten der bestimmten Affenarten.

Als letztes verglichen wir die Diagramme und besprachen dann die Auffälligkeiten in den Diagrammen. Die Exkursion endete mit der Auswertung besagter Diagramme.

Diese Exkursion hat allen sehr gut gefallen. Denn durch den Besuch konnten wir nicht nur viele (für uns neue) Fakten und Informationen über die Verhaltensforschung bzw. über die Verhaltensmuster von Primaten erfahren, sondern auch die Erfahrung des Lernens außerhalb des Schulgebäudes hat es allen sehr angetan.

Besonders interessant fanden alle teilnehmenden Schüler, und wir glauben auch die begleitenden Lehrer, die Möglichkeit selbst beobachten und die Resultate dann gemeinsam auswerten zu können.

Alles in Allem war es eine sehr gelungene Exkursion.

Laura Rosenbaum & Hanna Oetzel

Mit Herrn Dr. Kruschel auf Zeitreise in die Science-Fiction

Am Mittwoch, dem 23. November 2011, wurden Schüler der 9./10. Klasse des Immanuel-Kant- Gymnasiums und des Anton-Philipp-Reclam-Gymnasiums für die Begabtenförderung im Rahmen des „Studium Generale“ in der 3./4. Stunde eingeladen, um rund um das Thema Science-Fiction zu arbeiten.

Um ein Gefühl für diesen interessanten Literaturzweig zu bekommen, las uns Herr Dr. Kruschel aus einem seiner Science-Fiction Romane vor.

Danach hatten wir selbst einmal die Gelegenheit uns darin auszuprobieren, eine Science-Fiction-Welt vor unserem geistigen Auge entstehen zu lassen, um dann diese Ergebnisse kurz der Gruppe mitzuteilen.

Am selben Abend trafen wir uns vor der Universität Leipzig, um an einer Vorlesung über die Zeitreisen in der Science-Fiction teilzunehmen. Trotz dass wir die jüngsten Zuhörer waren und es etwas später wurde, war der Vortrag sehr interessant, unterhaltsam und auf keinen Fall langweilig.

Wir werden uns bald wiedersehen, da das Projekt über die Science-Fiction noch lange nicht zu Ende ist.

Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle bei den betreuenden Lehrern für den etwas anderen Unterricht, Herrn Dr. Kruschel für seine entführende Vorlesung in eine andere Welt und bei Herrn Lampadius für die informative Vorlesung in der Universität!

Valerie Etzrodt, Kl. 10.1